Taylor Wessing beleuchtet zentrale Entwicklungen im deutschen Glücksspielrecht für 2026
Mara Beck · Oct 8, 2026

Taylor Wessing beleuchtet zentrale Entwicklungen im deutschen Glücksspielrecht für 2026

Taylor Wessing hat im Oktober 2026 ein regulatorisches Briefing veröffentlicht, das die wichtigsten Entwicklungen im deutschen Glücksspielrecht für das kommende Jahr zusammenfasst und dabei den Fokus auf die Aktivitäten der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder legt. Das Briefing greift den Tätigkeitsbericht 2025 der GGL auf, der am 3. Juli 2026 erschienen ist, und zeigt wie sich die Aufsicht von der Vergabe von Lizenzen hin zur laufenden Überwachung und Durchsetzung gegen unzulässige Anbieter verschiebt.
Der Tätigkeitsbericht der GGL als Wendepunkt
Der Bericht der GGL dokumentiert, dass die Behörde ihre Ressourcen verstärkt auf die Kontrolle bereits lizenzierter Betreiber sowie auf Maßnahmen gegen nicht zugelassene Plattformen konzentriert. Beobachter stellen fest, dass diese Neuausrichtung mit der fortschreitenden Umsetzung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 einhergeht und die Phase der ersten Lizenzvergaben allmählich hinter sich lässt. Daten aus dem Bericht belegen, dass die Anzahl der bearbeiteten Verfahren gegen unregulierte Anbieter im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist, während die Bearbeitungszeiten für neue Lizenzanträge zurückgegangen sind.
Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom April 2026
Ein weiterer Schwerpunkt des Briefings bildet das Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom April 2026, das sich mit nationalen Beschränkungen für Online-Casino-Spiele befasst. Das Gericht bestätigte in seiner Entscheidung die grundsätzliche Zulässigkeit von Beschränkungen durch Mitgliedstaaten, sofern diese verhältnismäßig und nicht diskriminierend ausgestaltet sind. Experten der Kanzlei Taylor Wessing erläutern in ihrem Briefing, wie dieses Urteil die Spielräume für deutsche Regulierungsbehörden konkret beeinflusst und welche Auswirkungen es auf laufende Verfahren haben kann.
Statutarische Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021
Das Briefing geht zudem auf die gesetzlich vorgeschriebene Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 ein, die bis zum 31. Dezember 2026 abgeschlossen sein muss. Diese Überprüfung soll feststellen, ob die bisherigen Regelungen die angestrebten Ziele in Bezug auf Spielerschutz, Kanalisierung und Bekämpfung illegaler Angebote erreicht haben. Die Ergebnisse der Evaluierung werden voraussichtlich in die Diskussion um mögliche Anpassungen des Vertrags einfließen, die für die kommenden Jahre geplant sind.
Im Briefing wird außerdem dargelegt, dass die GGL ihre Zusammenarbeit mit anderen europäischen Aufsichtsbehörden intensiviert hat, um grenzüberschreitende Aktivitäten unzulässiger Anbieter effektiver zu bekämpfen. Berichte zeigen, dass solche Kooperationen bereits zu gemeinsamen Ermittlungen geführt haben, deren Ergebnisse in den Tätigkeitsbericht 2025 eingeflossen sind.

Praktische Auswirkungen für Marktteilnehmer
Marktteilnehmer, die im deutschen Online-Glücksspielbereich tätig sind, erhalten durch das Briefing von Taylor Wessing eine Übersicht darüber, welche regulatorischen Anforderungen in den nächsten Monaten verstärkt durchgesetzt werden. Die Kanzlei hebt hervor, dass Unternehmen ihre Compliance-Strukturen an die veränderte Schwerpunktsetzung der GGL anpassen sollten, insbesondere im Hinblick auf die Überwachung von Werbemaßnahmen und die Sicherstellung lizenzkonformer Abläufe. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die laufende Evaluierung des Staatsvertrags zusätzliche Klarheit über zukünftige Rahmenbedingungen schaffen wird.
Ausblick auf die nächsten Schritte
Das Briefing schließt mit einer Zusammenfassung der zu erwartenden regulatorischen Aktivitäten bis Ende 2026. Dazu gehören neben der Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags auch weitere Entscheidungen der GGL im Bereich der Durchsetzung gegen unzulässige Angebote. Beobachter der Branche können dem Briefing entnehmen, dass die Behörde ihre Überwachungsinstrumente kontinuierlich weiterentwickelt, um den gesetzlichen Vorgaben gerecht zu werden.
Conclusion
Das regulatorische Briefing von Taylor Wessing liefert eine strukturierte Zusammenfassung der aktuellen Entwicklungen im deutschen Glücksspielrecht und stellt die zentralen Punkte aus dem GGL-Tätigkeitsbericht 2025, dem EuGH-Urteil vom April 2026 sowie der bevorstehenden Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags dar. Interessierte können das vollständige Dokument auf der Website der Kanzlei unter diesem Link einsehen. Die darin enthaltenen Informationen bieten eine Grundlage für die Vorbereitung auf die regulatorischen Anforderungen der kommenden Monate.